Schnitt-Basics
Schneiden heißt: das Beste behalten, den Rest weglassen. Mit Audacity gelingt das auch ohne Vorkenntnisse.
Arbeitsablauf
- Importieren: Rohdateien in ein neues Projekt laden.
- Anhören und markieren: Die stärksten Stellen und Fehler notieren.
- Grobschnitt: Unbrauchbares, lange Pausen und Nebengespräche entfernen.
- Feinschnitt: Versprecher, Füllwörter und Räuspern herausnehmen, aber den natürlichen Rhythmus erhalten.
- Zusammenbauen: Sprecher:in-Text, O-Töne, Atmo und Musik in Spuren anordnen.
- Blenden: kurze Ein- und Ausblendungen an Schnittstellen setzen.
- Lautstärke angleichen: Pegel der Spuren anpassen.
- Exportieren: als WAV (Archiv, Weiterverarbeitung) oder MP3 (Webstream, Weitergabe).
Praxis-Tipps
- Knackser vermeiden: Schneide an ruhigen Stellen oder an Nulldurchgängen.
- Musik unter Sprache: Die Musik muss leiser sein als die Stimme; in Audacity hilft der Effekt „Auto Duck“, die Musik automatisch abzusenken.
- Rauschen: Rauschminderung sparsam einsetzen, sonst klingt die Stimme „unterwasser“.
- Nichts überschreiben: Rohdateien behalten, Bearbeitungsstände mit Versionsnummer speichern.
Lautheit
Beiträge für ein Programm sollten ungefähr gleich laut sein. Für den Rundfunk wird häufig eine Lautheit von −23 LUFS (EBU R128) angestrebt, für Webstreams und Podcasts liegen Zielwerte oft höher. Das sind Richtwerte; dein Sender oder deine Plattform gibt eigene Vorgaben vor.
Checkliste vor der Abnahme
- Inhalt stimmt, Namen und Zahlen geprüft.
- Keine Versprecher, keine Knackser.
- Lautstärke ausgeglichen.
- Musik und Quellen geklärt (siehe Urheberrecht).
- Datei benannt und gesichert.