Verankerung im Schulprofil
Schulradio wird dann verlässlich, wenn es im Schulprogramm und im Medienkonzept steht – mit Verantwortlichen, Zeiten und Ressourcen.
- NRW-Schulen entwickeln ihr Medienkonzept auf der Grundlage des Medienkompetenzrahmens NRW; er gilt für alle Schulformen und Stufen und umfasst sechs Kompetenzbereiche mit 24 Teilkompetenzen.
- Das Medienkonzept soll sich am Schulprogramm orientieren und ein Qualifizierungskonzept enthalten.
- Ein Schulradio liefert dafür konkrete, überprüfbare Praxis: Sendungen, Rollen, Beteiligung.
Für Schulleitung und Steuergruppe
Das Schulradio bündelt mehrere Schulentwicklungsziele in einem sichtbaren Projekt: Medienbildung, Sprachförderung, Demokratiepädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. Als Teil des Medienkonzepts lässt es sich entlang der sechs Kompetenzbereiche des Medienkompetenzrahmens dokumentieren (Bedienen und Anwenden, Informieren und Recherchieren, Kommunizieren und Kooperieren, Produzieren und Präsentieren, Analysieren und Reflektieren, Problemlösen und Modellieren). Das schafft Nachweise für Schulaufsicht, Schulträger und Eltern, ohne zusätzlichen Bürokratieaufwand.
Sechs Schritte zur Verankerung
- Ziel formulieren: Welche Schulentwicklungsziele soll das Radio unterstützen (z. B. Partizipation, Sprachbildung, Schulklima)?
- Beschluss herbeiführen: Vorstellung in Lehrerkonferenz und Schulkonferenz, Aufnahme ins Schulprogramm.
- Verantwortung klären: eine Radiobeauftragte oder ein Radiobeauftragter mit Stellvertretung; Aufgaben schriftlich festhalten.
- Zeit und Raum sichern: feste AG-Zeit, ein dauerhaft nutzbarer Raum, Lagerplatz für Technik.
- Qualifizierung planen: Fortbildung der Teamlehrkräfte, Einarbeitung neuer Kolleg:innen (Teil des Qualifizierungskonzepts).
- Wirkung sichtbar machen: jährlicher Kurzbericht (Sendungen, Beteiligte, Reichweite, Kompetenzzuordnung).
Formulierungsvorschlag für das Schulprogramm
„Das Schulradio ist ein fächerübergreifendes Projekt, in dem Schüler:innen eigene Themen recherchieren, Beiträge produzieren und veröffentlichen. Es fördert Medienkompetenz nach dem Medienkompetenzrahmen NRW, Sprach- und Gesprächskompetenz sowie die Beteiligung der Schüler:innen am Schulleben. Die Arbeit erfolgt in einer festen AG mit regelmäßigen Redaktionssitzungen; Verantwortliche und Ressourcen sind im Medienkonzept benannt.“
Kommunikation nach innen und außen
- Kollegium: Nutzen im Fachunterricht zeigen (siehe Anbindung an Unterricht), Mitmachangebote statt Zusatzbelastung.
- Eltern: Regeln, Einverständnis und Datenschutz transparent erklären.
- Schüler:innen: Rollen, Mitbestimmung und Veröffentlichung sichtbar machen.
- Öffentlichkeit und Träger: Sendungen, Termine und Berichte regelmäßig veröffentlichen.